29.03.2023

Nachhaltigkeit, Veränderungsmanagement | Gastronomie

Auf ewig unvegan? Der Weg ist das Ziel!

Ein Beitrag unserer Gastautorin Antonia Schäfer, Deutschlands erste zertifizierte vegane Hotel- und Gastroberaterin

Es spricht immer mehr dafür, dass man in seinem Restaurant auch vegane Angebote auf die Speisekarte setzen sollte. Aber wie man das am besten macht, dazu fehlen häufig die Ideen. Hinzu kommt auch noch der zeitliche Aufwand und die fehlenden Mitarbeitenden. Als vegane Hotel- und Gastroberaterin erlebe ich diese Probleme bei meiner Beratung tagtäglich.

Auf ewig unvegan? Der Weg ist das Ziel!
Auf ewig unvegan? Der Weg ist das Ziel!

Das Thema Nachhaltigkeit wird für uns alle immer relevanter. Wir werden im Jahr 2050 rund 10 Mrd. Menschen auf dieser Erde versorgen müssen und dies gelingt nur unbeschadet, wenn wir Lebensmittel anbauen, die klimapositiv sind. Heutzutage ist ein Großteil der tierischen Produkte leider klimanegativ. Erzählen Sie Ihren Gästen von dem Prozess, nehmen Sie diese mit auf „vegane Reise“ und erschaffen Sie so ein neues Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit in Ihrer Küche! Denn auch Sie haben die Möglichkeit, etwas für einen enkelfähigen Planeten zu tun, indem Sie unter anderem mehr attraktive pflanzliche Gerichte anbieten.

Die Menschen werden immer offener und wollen bewusst mehr pflanzliche Speisen essen.

So sind in Deutschland nicht nur die 1,58 Mio. veganen Menschen, sondern auch die 9 Mio. Vegetarier und die 40,5 Mio. Flexitarier Ihre Gäste der Zukunft. Wenn wir das etwas bildlicher gestalten wollen, dann bedeutet dies für Schleswig-Holstein: 55.000 Veganer, 270.000 Vegetarier, 1,4 Mio Flexitarier – Tendenz steigend!

Das Ziel meiner Beratung ist, dass sich Ihre zukünftigen veganen Gäste genauso wohlfühlen wie die bisherigen traditionellen Gäste.

Es geht darum, ein leckeres Essen in netter Atmosphäre zu genießen und dies am besten gemeinsam mit anderen Menschen. Dabei kommt es nicht darauf an, dass Sie die gleiche Anzahl an veganen und traditionellen Gerichten anbieten. Die Qualität des Angebotes ist entscheidend. Schauen Sie also, dass Sie mit den Vorspeisen, Hauptspeisen und dem Dessert auch vegane Menschen begeistern. Wenn das gelingt, tritt etwas ein, das sich „Vegan Veto nennt“. Es bedeutet, dass vegane Menschen innerhalb einer gemischten Gruppe entscheiden, wo die Gruppe essen geht. Auf diese Weise zieht man nicht nur vegane, sondern auch traditionelle Gäste an.

Sind vegane Gerichte in Ihrem Angebot integriert, dann erzählen Sie davon.

Nutzen Sie Ihre Social Media-Kanäle. Häufig habe ich schon erlebt, dass es zwar ein veganes Angebot gab, aber zu wenig Menschen davon überhaupt wussten. Seien Sie also stolz auf Ihr Angebot und kommunizieren Sie es nach draußen.

Und zu guter Letzt: Einfach anfangen! Schauen Sie doch mal, was auf Ihrer Speisekarte vielleicht schon vegan ist oder aus welchen Produkten sich leicht etwas Veganes herstellen lässt. Tasten Sie sich langsam ran und probieren Sie sich aus - für eine grünere Zukunft in Ihrem Restaurant!

Keywords: #Fleisch #vegan #vegetarisch #Food #Essen #Gemüse #pflanzlich

Autorin: Antonia Schäfer | info@antonia-schaefer.de | Instagram: @antonia_schaefer_ 

Bildquelle: istockphoto.com/jacoblund


Antonia Schäfer

Antonia Schäfer ist Deutschlands erste zertifizierte vegane Hotel- und Gastroberaterin. Sie unterstützt Hotels und Restaurants dabei, ein leckeres veganes Angebot zu kreieren.

Einführung in das Thema „Nachhaltige Menügestaltung“ (Artikel 1 von 2)

Wer heutzutage nachhaltige Menüs gestalten möchte, muss einige Dinge beachten. Nach wie vor hat dabei die Auswahl der genutzten Produkte die größten Auswirkungen auf unsere Umwelt. Dabei geht es um deren Herkunft und um die Emissionen, welche diese in ihrem bisherigen Lebenszyklus bereits verursacht haben.

Die Speisekarte als Schlüssel für betriebs-wirtschaftlichen Erfolg und glückliche Gäste

Die Speisekarte wird oft bei der Gestaltung durch subjektive, persönliche und emotionale Faktoren, wie z. B. „das ist gerade modern“, „das liegt im Trend,“ „das haben andere auch“ oder „das mögen wir - das können wir“, beeinflusst. Dabei spielen Analysen, Gästezufriedenheit, Umsatz und Rentabilität nicht immer die wichtigste bzw. entscheidende Rolle. Oft werden diese Faktoren erst nach der inhaltlichen Angebotserstellung berücksichtigt.

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