Wege für Regionen

Auch immer mehr touristische Destinationen haben das Thema Nachhaltigkeit für sich als
wichtiges Handlungsfeld erkannt und in ihren Unternehmenskonzepten berücksichtigt.
Positive Beispiele dafür sind in Deutschland zum Beispiel Baden-Württembergs „GrünerSüden“,
die KlimaInsel Juist, die nachhaltige Tourismusdestination Uckermark oder die
Stadt Celle. Aber wie können Tourismusdestinationen den komplexen Nachhaltigkeitsgedanken
in die Praxis umsetzen?

 

Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus – Anforderungen, Empfehlungen, Umsetzungshilfen

Eine konkrete Orientierungshilfe für interessierte Regionen bietet der Praxisleitfaden „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus – Anforderungen, Empfehlungen, Umsetzungshilfen“ aus dem Jahr 2016, den der DTV gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Bundesamt für Naturschutz sowie der BTE Tourismus- und Regionalberatung geschaffen hat. Erstmals gibt es damit ein kostenfreies Standardwerk, das erklärt, was Tourismusverantwortliche zur nachhaltigen Ausrichtung ihrer Destinationen tun können - anhand eines praxistauglichen Kriterien-Sets, das nicht an bestimmte Zertifikate oder Labels gekoppelt ist. Folgende Fragen zeigen zum Beispiel auf, wo Handlungsbedarf besteht:

  • Arbeiten Tourismusorganisation und Naturschutzakteure zusammen?
  • Wird die Nutzung des ÖPNV und umweltfreundlicher Transportmittel unterstützt?
  • Bewirbt die Tourismusorganisation regionale Produkte?
  • Werden Erwartungen der lokalen Bevölkerung an den Tourismus analysiert?

TourCert

Die Destinationszertifizierung „Nachhaltiges Reiseziel“ von TourCert bietet Tourismusdestinationen ein konkretes Verfahren zur kontinuierlichen, nachhaltigen Ausrichtung der Region. Dabei liegt die Durchführung des Zertifizierungsprozesses federführend in den Händen der zentralen Anlaufstelle des Tourismus vor Ort, der sogenannten Destinations-management-Organisation (DMO). Im Rahmen der Zertifizierung prüft die DMO die aktuelle Situation der Destination in Bezug auf Nachhaltigkeit, ermittelt Potenziale sowie Positionierungschancen und arbeitet konkrete Ansätze zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten aus. mehr erfahren Eine erste Analyse zum Thema Nachhaltigkeit in Tourismusdestinationen bietet z. B. auch der TourCert Check. Er ist ein einfaches Selbstbewertungssystem, das unkompliziert und schnell einen Überblick darüber gibt, wie es um die Nachhaltigkeit in der Region bzw. im Unternehmen steht. Der Check beinhaltet ein Einführungstraining, eine betriebliche Nachhaltigkeitsbewertung und die Umsetzung erster Maßnahmen in Richtung Corporate Social Responsibility (CSR). mehr erfahren

 
 
 

Nachhaltigkeit in Schleswig-Holsteins Regionen
Auch in Schleswig-Holstein haben sich bereits einige Regionen das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben.

Nordseeregion mit dem Nationalpark Wattenmeer

Die Nordseeregion mit dem Nationalpark Wattenmeer gilt in Sachen Nachhaltigkeit als Vorreiter im Land. Dazu Frank Ketter, Geschäftsführer der Nordsee Tourismus Service GmbH: „Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist einer der bedeutendsten Naturräume Deutschlands und wurde 2009 zum Weltnaturerbe ernannt. Er kommt der Region zugute und verleiht ihr eine überragende tourismuswirtschaftliche Qualität. Die touristische Wertschöpfung aus der Kombination von Natur, Erlebnis und Erholung dient der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Nationalpark- Region. Nationalpark und Tourismus kooperieren seit vielen Jahren. Wir freuen uns auf eine noch intensivere Zusammenarbeit – zur Freude der Gäste und zum Wohle der Natur.“

Schleiregion

 
 

Auch die Schleiregion rund um Schleswig, Kappeln und Schleimünde hat das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt. Dazu Max Triphaus, Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH: „Die Tourismusentwicklung ist in der LTO Ostseefjord Schlei seit 2014 auf das Oberthema Entschleunigung ausgerichtet. Als Querschnittsthema passt Nachhaltigkeit hervorragend dazu und bestimmt seit 2016 unsere Arbeit. Der DTV-Praxisleitfaden hat uns geholfen, das Thema systematisch anzugehen. Wir haben die Bereiche der regionalen Produkte, Mobilität und Warenbeschaffung als Schwerpunkte für uns herausgearbeitet. Mittlerweile bestimmt ein eigener Nachhaltigkeitsleitfaden unser Handeln. Unser Ziel: Wir wollen eine nachhaltige touristische Servicekette aufbauen.“

 
 

Pellworm

 
 

Die grüne Insel Pellworm vor den Toren der Stormstadt Husum hat sich ebenfalls auf den Weg gemacht. Dazu Dr. Peter Zimmer, Geschäftsführer der FUTOUR Tourismusberatung: „Auf der im Weltnaturerbe Wattenmeer gelegenen Insel entsteht unter FUTOUR-Moderation und aktiver Bürgerbeteiligung das umsetzungsorientierte Tourismusleitbild Nachhaltiges Pellworm 2026. Für die nächsten zehn Jahre werden Ziele, Strategien und Maßnahmen festgelegt und mit ihrer Umsetzung bereits begonnen. Ob Fairtrade-Insel, Sternenpark oder Biosphäre, regionale Produkte oder klimaneutrale Ferienwohnungen, E-Mobilität oder Gesundheitsangebot, es werden alle Register gezogen. Und mit dem neuen Gud Jard Resort werden europaweit neue Maßstäbe für wohngesunden Urlaub gesetzt.“

 
 
 
 
 

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