Nachhaltiges Einkaufsmanagement

Ein starker Hebel für mehr Nachhaltigkeit im touristischen Betrieb steckt im Einkauf von Produkten und Dienstleistungen. Wählt der Anbieter hier bewusst Produkte, die in ihrem Lebenszyklus zu mehr Nachhaltigkeit beitragen, kann er über sein Handeln im Betrieb hinaus in den Markt wirken, indem er in diesem Segment für eine größere Nachfrage sorgt. Gleichzeitig kann er sein eigenes Angebot aufwerten. Dabei geht es nicht allein um verträgliche Inhaltstoffe (zum Beispiel bei Reinigungsmitteln) oder Energieeffizienz (etwa bei Elektrogeräten). Es gilt ebenso bei der Auswahl der Lieferanten auf Nachhaltigkeitskriterien zu achten. Die große Herausforderung ist es, durch einen guten Marktüberblick und Produktkenntnisse geeignete Angebote zu finden, die auch mit den übrigen eigenen Anforderungen vereinbar sind.

 

Wie Sie am besten starten können

Zunächst geht es darum, die Lieferanten sorgfältig auszuwählen. Einfach ausgedrückt lautet die Faustregel, Waren eher von wenigen Lieferanten mit möglichst geringen Anfahrtswegen zu beziehen, was sowohl Kosten als auch Verwaltungsarbeit spart. Dabei ist darauf zu achten, dass auch die Lieferanten möglichst alle drei Säulen der Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmensleitbild verankert haben und konsequent und verlässlich umsetzen. Daher ist es sinnvoll, einen Verhaltenskodex für Lieferanten zu verfassen und auch auf dessen Einhaltung zu achten

Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter, Umweltschutz, Ressourcenschonung und ethisches Verhalten, aber natürlich auch die Qualität der Produkte. Gerade bei Lebensmitteln sollte auf Regionalität, Saisonalität und Produktionsbedingungen geachtet werden. Bei Fleischwaren sollte zum Beispiel ein artgerechter Umgang mit den Tieren sichergestellt sein. Obst und Gemüse sollten nur erworben werden, wenn diese nicht von weit her eingeführt werden müssen. Aber auch die Entscheidung für Strom aus erneuerbaren Quellen oder Möbel aus heimischen Hölzern bedeutet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Bei allen Waren gilt: je weniger Verpackungsmüll, desto besser. Für die Orientierung hilft es, bei Lieferanten und Produkten auf Siegel und Zertifikate zu achten, die transparent den Beitrag zur Nachhaltigkeit bestätigen. Schließlich gehört zu einem nachhaltigen Einkaufsmanagement auch eine ehrliche und transparente Kommunikation an Kunden, Mitarbeiter und andere Interessensgruppen. Dies beinhaltet Informationen über die genaue Herkunft der Produkte, über Lieferanten genauso wie über Inhaltsstoffe. Natürlich kann kein Betrieb von heute

auf morgen seine komplette Lieferkette ändern und nur noch ausschließlich nachhaltig produzierte Waren einkaufen. Doch auch durch eine schrittweise oder teilweise Umsetzung eines nachhaltigen Einkaufsmanagements und dessen transparente Kommunikation profitiert das Unternehmen von einem positiven Marketingeffekt, qualitativ hochwertigeren Produkten und letztlich auch einer höheren Kundenzufriedenheit.

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Beispiel

Bio-Hotel Miramar in Tönning

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Checkliste

Nachhaltiges Einkaufsmanagement

 

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